Online-Analyse: Gut gerüstet für die Covid-Dauerkrise?

30.09.2020 Krise & Wandel von Dr. Hubert Becker 

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht wieder wachsende Gefahren der Pandemie, sagt aber auch: „Wir sind deutlich besser gerüstet als im Frühjahr“. Das betrifft das Wissen über die Pandemie, die Organisation des Gesundheitssystems, aber auch die Versorgung mit Schutzausrüstungen.

Auch in den Unternehmen sind inzwischen die notwendigen Maßnahmen getroffen, Sicherheitskonzepte liegen vor und der Desinfektionsspender wird regelmäßig befüllt. Aber reichen die getroffenen Maßnahmen aus? Werden sie regelmäßig aktualisiert? Wird darauf geachtet, ob die Konsequenz der Umsetzung schleichend zurückgeht? Die Herausforderung, die Governance und Compliance von Regeln und notwendigen Maßnahmen konsequent einzuhalten, wird uns noch lange erhalten bleiben. Deshalb bedarf es einer objektivierten Erfolgsmessung.

Um zu prüfen, ob Unternehmen für diese „Dauerkrise“ richtig aufgestellt sind, haben wir die Palette unserer „Optic-Tools“ erweitert. Neben CrisisOptic, RecallOptic und CrisisCommsOptic steht nun mit Covid-19Optic ein einzigartiges und leistungsstarkes Instrument zur Verfügung, mit dem Organisationen ihre aktuelle Pandemie-Reaktion und ihre Vorbereitung für künftige Ausbrüche unmittelbar bewerten können. Das Online-Tool unterstützt damit strategische Initiativen, um künftige Störungen abzuschwächen, negative finanzielle Auswirkungen zu minimieren und die Reaktionsfähigkeit zu erhöhen.

Covid-19Optic führt online durch einen prägnanten Themenfragebogen, mit dem die Stärken und Schwächen der Reaktion und Vorbereitung von Covid-19 gemessen werden. Dazu werden acht Schlüsselbereiche der Widerstandsfähigkeit untersucht. Neben dem Krisenmanagement gehören dazu Fragen des operativen Betriebs, der Lieferketten und der vertraglichen Gestaltung. Ein wichtiger Bereich ist auch die Sorge um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für die langfristige Entwicklung des Unternehmens geht es um Auswirkungen der Covid-Krise auf dessen Wertesystem, Vision und Mission sowie den Markenauftritt. Auch Themen der Governance und Compliance werden betrachtet. Und schließlich geht es um die Frage, wie die Organisation unter Pandemiebedingungen kommuniziert bzw. welche Kommunikationsstrategie sie langfristig verfolgt.

Mit dem Ergebnis der Analyse verfügt die Unternehmensführung über eine Basis, auf der die strategische Positionierung der Organisation neu justiert werden kann. Denn dauerhaftes Krisenmanagement ist eigentlich untypisch. Noch dürfen wir zögern, die Bedingungen unter Corona als „neue Normalität“ anzuerkennen. Insofern greifen weiterhin die Mechanismen der Krisenbewältigung. Doch gerade unter Kommunikationsaspekten muss die Frage gestellt werden, inwiefern die steile Lernkurve der vergangenen Monate zu fruchtbaren Verbesserungen führen kann.

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# Business Resilience # Krisenmanagement # Kommunikationsstrategien

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